Eine Frau kann etwas bewegen

Eine Frau kann etwas bewegen

Rückblick

„Gewalt und Ungleichheit sind Probleme nicht nur in traditionellen, sondern auch in entwickelten Gesellschaften. Und in jeder Gesellschaft drückt sich dieses Problem der ungerechten Behandlung von Frauen auf eigene Art und Weise aus“, erzählt die Aktivistin aus Tschetschenien über ihre Teilnahme an der 62. Tagung der Frauenrechtskommission der Vereinten Nationen.

62. Tagung der Frauenrechtskommission der Vereinten Nationen in New York62. Tagung der Frauenrechtskommission der Vereinten Nationen in New York – Urheber/in: Privat. Creative Commons License LogoDieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.

Vom 12. bis 19. März 2018 fand die 62. Tagung der Frauenrechtskommission der Vereinten Nationen im UNO Hauptsitz in New York statt. Dieses Jahr lautete das Rahmenthema: „Herausforderungen und Möglichkeiten im Bereich Gendergleichheit und die Erweiterung der Rechte und Chancen von Frauen und Mädchen in ländlichen Gebieten“. An der Tagung nahmen Vertreter/innen der UNO-Mitgliedsstaaten, Mitarbeiter/innen der UNO-Institutionen, Aktivist/innen aus verschiedenen NGOs, einschließlich Frauen-NGOs, aus der ganzen Welt teil.

Durch Teilnahme an Vorlesungen und Veranstaltungen habe ich für mich selbst verstanden, dass Gewalt und Ungleichheit Probleme sind, die nicht nur traditionelle, sondern auch die so genannten „entwickelten“ Gesellschaften betreffen. In jeder Gesellschaft drückt sich dieses Problem der ungerechten Behandlung von Frauen auf eigene Art und Weise aus. In einigen Fällen wird ihnen ihr Platz in der Politik entzogen, in anderen sind die Anforderungen an physisches Aussehen zu hoch, manchmal werden sie entführt oder zum Heiraten gezwungen, usw. Das wichtigste ist aber, dass es überall Aktivistinnen gibt, die bereit sind zu arbeiten und das Leben der Frauen und Mädchen zu verbessern.

Solche Veranstaltungen sind für junge und aktive Frauen sehr wichtig, weil sie uns ermuntern und zeigen, dass sogar ein Mensch etwas bewegen kann. Es ist wichtig, dass wir das weiter machen, was wir für uns selbst und für unsere Gemeinschaft als nützlich erachten. Gleichgesinnte gibt es immer – man muss einfach offen sein und weiter arbeiten, weil wir alle das gleiche wollen, obwohl wir uns auf verschiedenen Kontinenten befinden: Wir wollen alle leben, uns entwickeln und die Welt besser machen.

Als ich zurückgekommen bin, habe ich mich mit meinen Kolleg/innen aus lokalen NGOs ausgetauscht. Ich habe ihnen von den Erfolgen der Aktivistinnen und Frauen-NGOs in anderen Ländern der Welt erzählt. Wir haben über Ideen und Lösungen diskutiert, die in Nordkaukasus implementiert werden könnten.

0 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben

Neuen Kommentar schreiben