Gender Vision der Heinrich-Böll-Stiftung Russland

The word "Vision" made up of cubes on a colored background

In Bezug auf die Geschlechterdemokratie verfolgt das Büro Moskau der Heinrich-Böll-Stiftung folgende Ziele:

  1. Lebensentwürfe und Verhaltensmodelle, die die Menschenwürde von anderen nicht verletzten, sollen als gleichwertig betrachtet werden;
  2. Jede Person soll das Recht haben selbstständig zu entscheiden, wie sie sich selbst definiert und Beziehungen zu anderen Menschen aufbaut, sofern ihre Entscheidungen die Menschenwürde nicht verletzen. Dieses Recht soll von Staat und Gesellschaft anerkannt werden.
  3. Der öffentliche Raum soll frei von der hierarchischen patriarchalen Struktur sein. Die Zuweisung von sozialen Positionen, Arbeit, Macht und Einkommen in der Gesellschaft soll nicht von Geschlecht, Herkunft und anderen Identitätsmerkmalen abhängen.
  4. Verschiedene Lebensstrategien und Verhaltensmuster, die die Rechte und die Menschenwürde anderer nicht verletzen, sollen in der Öffentlichkeit gleichermaßen vertreten und dargestellt werden.
  5. Die Bildung des kulturellen Gedächtnisses soll auf dem Grundsatz der Gleichstellung der Geschlechter beruhen: die historischen Errungenschaften der Menschen sollen unabhängig von ihrer Geschlechtsidentität, Nationalität und anderen Identitätsmerkmalen anerkannt werden.
  6. Der Staat soll Antidiskriminierungsgesetze und wirksame Kontrollmechanismen zu ihrer Durchsetzung verabschieden.
  7. Die Vielfalt von Geschlechtsidentitäten, Beziehungsformen und sexueller Orientierung soll gleichermaßen von Recht, Staat und Gesellschaft anerkannt werden.