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Ein grüner Kompass für die Energie- und Rohstoffbeziehungen zwischen der EU und Russland

Die deutsch- bzw. europäisch-russischen Energie- und Rohstoffbeziehungen stehen vor einem fundamentalen Wandel. Die weltweiten Bemühungen zur Dekarbonisierung, darunter der European Green Deal der Europäischen Union, werden globale Handelsbeziehungen grundlegend verändern. Insbesondere die bisherigen Exporteure fossiler Energierohstoffe müssen sich schon in diesem Jahrzehnt auf einen massiven Nachfragerückgang für Erdöl und Kohle einstellen. Spätestens ab der nächsten Dekade sinkt auch der Gasbedarf. Angesichts der Bedeutung, die vor allem die Einnahmen aus dem Ölgeschäft für die fiskalische Stabilität Russlands haben, stellt dieser Trend das Land vor enorme Herausforderungen. Gleichzeitig wird Russland unbedingt als Partner für den globalen Klimaschutz gebraucht: Das Land ist ein substanzieller Emittent von Treibhausgasen und aufgrund seiner Geographie und Größe auch von großer Bedeutung für die Bindung von Kohlenstoff etwa in Wäldern und Mooren und in Permafrostböden. Deshalb ist es unerlässlich, Russland in ein Regime von Emissionsminderungen auf Basis des von Russland ratifizierten Pariser Klimaabkommen einzubinden. Die Krise in den Beziehungen zwischen Deutschland bzw. der EU und Russland und die Drangsalisierung unabhängiger Zivilgesellschaft in Russland verkompliziert die Ausgangssituation für konstruktive Gespräche mit Russland zu diesen Fragen erheblich.

Dieses Arbeitspapier der Heinrich-Böll-Stiftung soll als Anstoß zur Debatte über die Zukunft der deutsch- bzw. europäisch-russischen Energiebeziehungen im Lichte dieser Herausforderungen dienen.

Produktdetails
Veröffentlichungsdatum
April 2021
Herausgeber
Heinrich-Böll-Stiftung e.V.
Seitenzahl
11
Sprache der Publikation
Deutsch